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Freiburger Münster.
Brunnenkapelle
Förderkreis Brunnenkapelle Hattingen
Seit mehr als 750 Jahren in malerischer Lage gelegen, ist sie in der ganzen Region bekannt: Die Hattinger Brunnenkapelle. Bereits im Jahre 1275 wird das dem „Heiligen Nikolaus“ geweihte Kirchlein im Zusammenhang mit einem kleinen Frauenkloster, einer „Klause im Bronnen“, urkundlich erwähnt. Heute wird jährlich in Hattingen das „Brunnenkapellenfest“ gefeiert. Auch als alter Wallfahrtsort hat die Kapelle seit mehreren Jahrhunderten Bedeutung. In größeren Prozessionen, auch mit Pferden, ging es hunderte Jahre regelmäßig von Hattingen, Möhringen, Emmingen, Liptingen, von Tuttlingen und sogar von Renquishausen zur Brunnenkapelle. Ihren Beinamen als „Rosskapelle“ trägt sie, weil sich ein „Ross“ in sie verirrte und ein Windstoß die Kapellentüre zuwarf. Das gefangene Pferd nagte am herabhängenden Seil, das zum Glöcklein im Dachreiter gehörte, machte so auf sich aufmerksam und wurde gerettet.
Inzwischen ist, man muss es so deutlich formulieren, die Existenz der Brunnenkapelle gefährdet. In den vergangenen Jahren hat sich mit rasender Geschwindigkeit der „Hausschwamm“, ein Fäulepilz, ausgebreitet und das Mobiliar teilweise bereits unwiderruflich zerstört. In erheblicher Weise ist Feuchtigkeit eingedrungen.
In den vergangenen Monaten hat sich in Hattingen mit Mitgliedern aus der gesamten Seelsorgeeinheit ein Förderkreis gegründet, um die Brunnenkapelle zu erhalten. Auch die Seelsorgeeinheit hat sich bereits stark engagiert und finanzielle Soforthilfen für unmittelbar erforderliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Ziel aller Beteiligten ist es, in den kommenden Monaten einen Förderverein zu gründen, mit dessen Hilfe die Brunnenkapelle für die Nachwelt erhalten werden soll. In den nächsten Wochen wird an dieser Stelle in einer Artikelserie über bereits Erfolgtes und weiter Notwendiges informiert.
Wie bereits angekündigt konnten in den vergangenen Tagen an der Brunnenkapelle Gehölzarbeiten durchgeführt werden. Diese dienen dazu, den Feuchtigkeitseingang zu reduzieren und insbesondere auch eine Trocknung durch Sonneneinstrahlung zu ermöglichen. Nach diesen ist die Brunnenkapelle künftig auch wieder von Weither sichtbar. Vielleicht ist dies auch Anlass, für den einen oder anderen Spaziergang an das Kleinod. Zum Erhalt der Brunnenkapelle wird ein längerfristiges gemeinsames Engagement vieler notwendig sein. Weitere Mitstreiter sind daher jederzeit willkommen.
Weitere Informationen gibt es in den kommenden Wochen an dieser Stelle oder auf der Homepage der Seelsorgeeinheit unter Hattingen bzw. auch per E-Mail unter: brunnenkapelle-hattingen@gmx.de
Für den Förderkreis Brunnenkapelle
Robin Schray
